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Natürliches Licht - ein überraschender Verbündeter im Kampf gegen Diabetes und Fettleibigkeit

Aktualisiert: 18. Okt. 2023


Lifestyle-Interventionen zur Behandlung oder Prävention von Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit sind nicht unbedingt die einfachsten Veränderungen. Eine Studie hat jedoch herausgefunden, dass die eine täglich verordnete Zeitperiode mit natürlichem Licht die Gesundheitsindikatoren signifikant verbessern könnte, ohne das weitere Änderungen nötig sind.


In einer kleinen, aber kontrollierten Studie untersuchten Forscher in den Niederlanden und der Schweiz eine Gruppe von 13 Teilnehmern im Durchschnittsalter von 70 Jahren, die über 4,5 Tage zwei Behandlungen ausgesetzt waren - natürlichem Licht oder künstlichem Licht. Während beider Sitzungen erhielten die Teilnehmer auch denselben Zeitplan, die gleiche Ernährung und die gleichen körperlichen Aktivitätsmöglichkeiten.


Die Forschung, die auf der jährlichen Tagung der Europäischen Vereinigung für die Erforschung von Diabetes (EASD) in Hamburg, Deutschland, präsentiert wurde, zielt darauf ab, die Bedeutung von natürlichem Licht für Stoffwechselprozesse zu quantifizieren.


"Die Desynchronisation unserer inneren zirkadianen Uhr mit den Anforderungen einer rund um die Uhr aktiven Gesellschaft ist mit einer erhöhten Inzidenz von Stoffwechselerkrankungen, einschließlich Typ-2-Diabetes, verbunden", sagte der Forschungsleiter Ivo Habets von der Universität Maastricht in den Niederlanden. "Natürliches Tageslicht ist der stärkste 'Zeitgeber' oder Umweltreiz der zirkadianen Uhr, aber die meisten Menschen sind tagsüber drinnen und unter ständiger künstlicher Beleuchtung." Was speziell in der dunklen Jahreszeit ein Thema ist.

"Wir waren daran interessiert, ob eine vermehrte Tageslichtexposition die Blutzuckerkontrolle bei Personen mit Typ-2-Diabetes verbessern würde", fügte er hinzu.


Die Exposition gegenüber natürlichem und künstlichem Licht wurde während der Versuchszeiträume sorgfältig gemessen, wobei auch kontinuierlich der Blutzuckerspiegel überwacht wurde. Am Ende des 4,5-tägigen Zeitraums wurden weitere Stoffwechseltests durchgeführt.


Obwohl nicht alle Tests signifikante Unterschiede zeigten, deuten diejenigen, die es taten, darauf hin, dass natürliches Licht die metabolische Funktion in Bezug auf Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit verbessern kann.


Wenn die Teilnehmer natürlichem Licht ausgesetzt waren, blieben ihre Blutzuckerspiegel länger im Normalbereich (4,4-7,8 mmol/L) (59% der 4,5 Tage gegenüber 51% für die künstliche Lichtintervention). Der respiratorische Quotient war während der Tageslichtintervention niedriger, was darauf hinweist, dass der Körper leichter von der Verwendung von Kohlenhydraten als Energiequelle auf die Fettverbrennung umstellen konnte.


"Wir wollten auch wissen, ob dies ihren Substratstoffwechsel oder die Nutzung von Nährstoffen beeinflussen würde", sagte Habets. "Normalerweise folgt dies einem 24-Stunden-Rhythmus, wobei der Körper tagsüber von der Verwendung von Kohlenhydraten als Energiequelle auf die Verwendung von Fett in der Nacht umstellt. Wir hatten zuvor gezeigt, dass Menschen mit einem höheren Risiko für Typ-2-Diabetes diese Umstellung weniger gut bewerkstelligen können, und wir wollten herausfinden, ob die Exposition gegenüber natürlichem Licht die Umstellung bei Menschen, die bereits an Diabetes erkrankt sind, erleichtern würde."


Die Forschungsarbeit zeigte, dass die Art des Lichts, dem wir ausgesetzt sind, für Ihren Stoffwechsel wichtig ist.

Arbeitet man in einem Büro und ist kaum Tageslicht ausgesetzt, wird sich dies auf den Stoffwechsel und das Risiko oder die Kontrolle von Typ-2-Diabetes auswirken.

Es ist also empfehlenswert so viel Tageslicht wie möglich zu bekommen, und idealerweise draußen zu sein, wenn es geht.


Das war zwar nur eine kleine Studie, jedoch mit einem beeindruckend Ergebnis. Weitere Forschung ist wohl erforderlich, um festzustellen, in welchem ​​Maße künstliches Licht den Stoffwechsel beeinflusst. Und wie viel Zeit im natürlichen Licht oder im Freien verbracht werden muss, um dies auszugleichen.


Die Forschungsarbeit wurde diese Woche auf der Jahrestagung der Europäischen Vereinigung für die Erforschung von Diabetes in Hamburg vorgestellt. Ein wissenschaftliche Veröffentlichung wird in naher Zukunft folgen.


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