Aspirin und Darmkrebs: Ein Immun-Boost aus der Apotheke?
- Praxis Bernot
- 3. März
- 2 Min. Lesezeit

Liebe Leserinnen und Leser der Praxis Bernot in Hamburg,
Aspirin, das alte Hausmittel gegen Schmerzen und Herzinfarkte, rückt nun auch in der Krebsforschung ins Rampenlicht. Eine italienische Studie aus Padua, publiziert 2024 im Fachblatt Cancer, untersuchte 238 Patienten mit Dickdarmkrebs (CRC), die zwischen 2015 und 2019 operiert wurden. Von ihnen nahmen 13 Prozent täglich 100 mg Aspirin – mit auffällig besseren Ergebnissen.
Wie wirkt Aspirin gegen Krebsausbreitung?
Bei Aspirin-Nutzern war die Ausbreitung des Krebses in die Lymphknoten seltener, und Tumore wiesen mehr tumorinfilierende Lymphozyten (TILs) auf – Immunzellen wie T- und B-Zellen, die Krebszellen erkennen und bekämpfen. In gesundem Dickdarmgewebe rund um den Tumor stieg die Expression des Proteins CD80, das die Immunabwehr aktiviert. Selbst im Rektum, wo Aspirin schlechter ankommt, zeigte sich dieser Effekt. Die Studie aus dem IMMUNOREACT-Projekt deutet hin: Aspirin stärkt die Immunüberwachung über seine entzündungshemmende Wirkung hinaus.
Forscher wie Dr. Marco Scarpa von der Universität Padua betonen: Die Absorption im Darm ist entscheidend – orale Dosen erreichen den Rektumteil möglicherweise zu schwach.
Natürliche Alternativen mit Salicylsäure
Aspirin basiert auf Salicylsäure, die natürlich in Pflanzen wie Weidenrinde (Salix alba) oder Mädesüß vorkommt. Weidenrinden-Tee (2–3 g Rinde in 150 ml Wasser aufkochen, ziehen lassen) lindert Schmerzen und Entzündungen magenschonender als synthetisches Aspirin, da die Umwandlung vorwiegend in Niere und Dickdarm erfolgt. Mädesüß-Blüten-Tee (1 EL in 250 ml heißem Wasser, 15 Min. ziehen) wirkt bei Fieber, Kopfschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Lebensmittel wie Mandeln, Datteln, Rosmarin oder Thymian liefern Salicylsäure ergänzend – ideal bei chronischen Entzündungen, aber Histamin-Sensible sollten testen.
Hinweis: Keine Einnahme bei Aspirin-Allergie, Magenproblemen, Asthma oder in Schwangerschaft; immer Arzt konsultieren.
TCM-Unterstützung bei Darmgesundheit und Immunabwehr
In der TCM hängt die Darmgesundheit mit Milz, Dickdarm und Leber zusammen – schulmedizinisch Orte der Immunzellenbildung, Entzündungskontrolle und Entgiftung. Stagnationen (z. B. „Feuchtigkeit hitzig“) fördern Tumore; TCM balanciert mit Akupunktur (Punkte zur Qi-Förderung), Kräutern wie Huang Qin (entzündungshemmend) und Ernährung (leichtverdaulich, wärmend). In unserer Praxis Bernot ergänzen wir evidenzbasierte Ansätze ganzheitlich.
Diese Erkenntnisse laden zur Reflexion ein: Kleine Maßnahmen wie Aspirin oder Pflanzentees könnten präventiv wirken. In der Praxis Bernot beraten wir Sie individuell – für eine starke Immunabwehr.
Mit freundlichen Grüßen,
Das Team der Praxis Bernot, Hamburg
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